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Altarion® NitrogenoGas zur Insektenbekämpfung

Ungiftige Schädlingsbekämpfung mit Stickstoff (N2)

Stickstoff ist ein farb- und geruchloses Gas, das bereits zu ca. 78 Vol.-% in der natürlichen Atemluft des Menschen vorkommt. Während Kohlendioxid nicht nur erstickend wirkt, sondern den Insektenkörper zusätzlich noch durch Übersäuerung bzw. pH-Wert-Erniedrigung schädigt, verhält sich Stickstoff dagegen völlig neutral.

Stickstoffatmosphären entfalten ihre Wirksamkeit gegenüber Schadinsekten nur durch Erstickung. Um Schadinsekten in akzeptabler Zeit mit Stickstoff abzutöten, sollte der Restsauerstoffgehalt unter 2 Vol.-% liegen. Eine Behandlungsdauer ist dann aber immer noch von ca. 8-10 Wochen nötig. Die Temperatur hat einen entscheidenden Einfluß auf die Behandlungsdauer und somit auch auf den Bekämpfungserfolg. Unter 20°C sollte deshalb keine Stickstoffbegasung ausgeführt werden. Sauerstoffundurchlässige Folienkammern oder - zelte, die die zu desinsektierenden Exponate enthalten, sind bei Stickstoffbegasungen unerläßlich. Die Folienauswahl muß besonders sorgfältig erfolgen.

Gerade für kleinere bis mittelgroße Objekte bieten sich diese Folienzelte an. Die Kunstwerke können vor Ort verbleiben (keine Transportkosten). Bei geeignetem Folienmaterial und sorgfältiger Abklebung oder Verschweißung können aber auch große Hochaltäre in Kirchen völlig giftfrei mit Stickstoff begast werden. Die Kunstgegenstände werden hierzu unter Zuhilfenahme eines Innengestelles regelrecht "eingehaust". Klimaregelungen sorgen dabei für stabile Temperatur- und Feuchtebedingungen. Während der mehrwöchigen Einwirkzeit können bei dieser Art der Zeltbegasung die Räume und Gebäude gefahrlos genutzt werden. Der für die Begasung erforderliche Stickstoff kann wahlweise aus Stahlflaschen, Flaschenbündeln, Containern oder Tankanlagen entnommen werden. Bei kleineren Zelten wird der Stickstoff direkt vor Ort aus der Umgebungsluft durch eine mobile Gaszerlegungsanlage gewonnen. Bei diesen "Stickstoffgeneratoren" wird die Luft durch, wechselweise eine der beiden mit speziellen Aktivkohle-Molekularsieben, gefüllten Säulen geführt, welche den Sauerstoff adsorbieren und den gewonnen Stickstoff so in das Behandlungszelt einleiten.

Eigenschaften einer Stickstoffbegasung

Vorteile:

  • Keine negativen Auswirkungen auf Oberflächenüberzüge Pigmente, Metalle oder Bindemittel
  • ungiftig
  • keine Umweltbelastung
  • Gebäude sind bei einer Zeltbegasung weiterhin gefahrlos nutzbar, so dass z.B. der Betrieb eines Museums ungehindert Aufrecht erhalten werden kann

Nachteile:

  • Sehr lange Begasungszeit von 8-10 Wochen
  • Temperatur über 20°C für die gesamte Dauer der Behandlung notwendig
  • Restsauerstoffgehalt unter 2% erforderlich
  • wirtschaftliche Anwendung nur mit speziell angefertigten Begasungszelten möglich, um große Verluste durch Gasdiffusion zu verhindern


Einige Beispiele von Stickstoffbegasungen im Altarion-NitrogenoGas®-Verfahren

Kath. Filialkirche in 83339 Stöttham

StoetthamDer von Holzinsekten befallene Hochaltar wurde hierzu mit einer gasdichten Folienhülle umbaut und mit ungiftigem Stickstoff, der von einem mobilen Stickstoffgenerator erzeugt wurde, über 8 Wochen begast. Damit die empfindlichen Materialien des Altares keine Trocknungsschäden infolge der langen Begasungsdauer durch den Stickstoff erlitten, wurden Raumfeuchte und -temperatur permanent überwacht, geregelt und aufgezeichnet.

Auftraggeber: Erzdiözese München-Freising, Kunstreferat
Ausführung: 1995
Zuständig: Ordinariatsrat Dr. Norbert Jocher

Bibliothek der Francke'schen Stiftungen in 06110 Halle

Franckesche-Stiftung-HalleUnter Leitung von Herrn Dr. Georg Fröba, Binker Materialschutz, erfolgte die Stickstoffbegasung des gesamten historischen Buchbestandes. Hierzu mußten die Bücherregale in gasdichte Spezialfolien eingeschweißt werden. Wegen des riesigen Begasungsvolumens ist der Stickstoff aus einer Tankanlage entnommen worden. Nachdem aufgrund der exzellenten Abdichtung ein Restsauerstoffgehalt von unter 0,3% erzielt wurde, konnte anhand der von Herrn Dr. Unger eingebrachten Testkulturen zum Nachweis der Wirksamkeit des Stickstoffverfahrens bereits nach 4-wöchiger Behandlungszeit eine 100%ige Abtötung aller Testinsekten bescheinigt werden.

Auftraggeber: Francke'sche Stiftungen Halle
Ausführung: 1998

Teppichmuseum zum Kloster Lüne in 21337 Lüneburg

Teppichmuseum-LueneburgBefall durch Teppichkäfer und Motten gefährdeten die wertvollen Teppiche. Nachdem wegen der empfindlichen Textilmaterialien weder ein Heißluftverfahren wegen möglicher Hitzeschäden noch der Einsatz von toxischen Gasen wegen reaktiver Bestandteile möglich waren, entschloß man sich für das Altarion-NitrogenoGas®-Verfahren mit ungiftigem Stickstoff. Die Teppiche durften vom Untergestell nicht abgenommen werden und mußten vor Ort in gasdichte Spezialfolien eingehaust werden. Die permanente Gasversorgung stellte ein Stickstoffgenerator, der mit einer automatischen Klimaregelung gekoppelt war, sicher.

Auftraggeber: Kloster Lüne
Ausführung: 1998

Hinweis zu Inertgasverfahren innerhalb der EU in Verbindung mit z.B. N2-Generatoren:
Unsere Inertgasverfahren dienen der temporären sauerstofffreien bzw. sauerstoffarmen Lagerung von Museumsgegenständen gegen negative Umwelteinflüsse (Korrosion, schädliches Klima). Vorteilhafter Nebeneffekt: Bei sauerstofffreier Lagerung der Museumsgegenstände über einen Zeitraum von ca. 4-12 Wochen sterben unvermeidbar auch verschiedene Organismen (wie z.B. Museumschädlinge: Teppichkäfer, Nagekäfer, Termiten, Kleidermotten) in oder an den Museumsgegenständen ab.

Allgemeine Informationen

Videoclips