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Schädlingsbestimmung

Ein Fall aus der Praxis: Ameisen zeigten sich an einem Holzständerhaus im Badezimmer im Erdgeschoß. Die Ameisen wurden von uns als „Holzzerstörende Ameisen" identifiziert. Also: Wo im Gebäude sind die befallenen Hölzer?

Bauholzpilze-und-Holzameisen
Foto: Hier haben 3 verschiedene Bauholzpilze und Holzameisen ganze Arbeit geleistet

Zunächst wurde nach u.a. Mikrowellen-Feuchtemessungen und bauendoskopischen Untersuchungen die Decke im Badezimmer geöffnet und es kam ein Holzameisennest zum Vorschein. Zusätzlich ein massiver Wasserschaden mit Bauholz- und Schimmelpilzbefall. Die Schadenssumme belief sich schließlich auf ca. 100.000,00 Euro! Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, die Schädlinge genau zu bestimmen und daraus weitere Schlüsse für ihr Aufspüren und den möglichen Befallsumfang zu ziehen. Die Ameisen waren hier zunächst die eigentlichen Indikatoren für einen letztendlich immensen Pilzschaden.
Um den Umfang einer Sanierung festlegen zu können, müssen die Schädlinge genau identifiziert werden. Bei schädlichen Insekten, zumindest Holzschädlingen, ist das sehr oft relativ einfach, da an Hand der charakteristischen Fraßgänge, Fluglöcher und Kotpartikel eine Zuordnung leicht möglich ist.

Kotwalzen
Foto: Die „Kotwalzen" mit indifferentem Genagsel sind typisch für den Hausbock

Schwieriger wird es bei Bauholzpilzen, noch schwieriger bei Befall durch Schimmelpilze. Letztere können nur nach Anfärbeverfahren oder nach Bebrütung auf Nährschalen im Labor mikroskopisch bestimmt werden.
Übrigens: In der neuen DIN 68 800 Teil 4 gibt es nur noch zwei relevante Kategorien von Pilzen: Es wird nur noch unterschieden zwischen Echtem Hausschwamm und anderen Bauholzpilzen. Deshalb ist es für jede Bauholzpilz-Sanierung eigentlich nur noch notwendig zu wissen, ob Hausschwammbefall vorliegt oder nicht. Danach richten sich Gesundschnitt der Hölzer und der Sanierungsaufwand.

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