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Biologische Schädlingsbekämpfung

Biologische Schädlingsbekämpfung im Vorratsschutz

Seit mehr als einem Jahrzehnt werden von uns biologische Gegenspieler (natürliche Feinde = Antagonisten) kommerziell zum Einsatz in Lager- und Verarbeitungsbetrieben für pflanzliche Vorräte eingesetzt. Die Gegenspieler sind Nützlinge, deren Angebot sich durch ständige Forschung verbreitert hat.

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Foto: Der Nützling Habrobracon hebetor greift eine Mottenlarve an

Das Vorratslager oder ein Verarbeitungsbetrieb stellen ein künstliches Habitat dar, das bei geeigneten Bedingungen ohne Gegenwehr schnell eine Massenvermehrung von Vorratsschädlingen ermöglicht. Werden die geeigneten Nützlinge schon bei geringer Schädlingsdichte eingesetzt und im Vorratslager freigelassen, ermöglicht die Biologische Schädlingsbekämpfung die Unterdrückung der Entwicklung einer Schädlingspopulation. Eine Kontamination der aus den Vorräten entstehenden Lebensmittel durch Rückstände der Gegenspieler kann verhindert werden, so lange vor der weiteren Verarbeitung ein Reinigungsschritt erfolgt oder wenn die Parasitierung außerhalb des Vorratsgutes stattfindet.

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Foto: Habrobracon hebetor parasitiert Mottenlarve

Bei den von uns eingesetzten Nützlingen handelt es sich um

  • Eiparasitoide gegen vorratsschädliche Motten, wie Trichogramma evanescens
  • Larvalparasitoide, wie Habrobracon hebetor
  • Parasitoide von Larven und Puppen, wie Venturia canescens
  • Parasitoide von Larven vorratsschädlicher Käfer, wie Lariophagus distinguendus oder Anisopteromalus calandrae
  • Antagonisten von Rüsselkäfern in Getreide, von Brotkäfern, von Tabakkäfern und von Getreidekapuzinern, wie Theocolax elegans
  • Gegenspieler des Getreideplattkäfers, wie Cephalonomia tarsalis
  • Holepyris sylvanidis gegen den in Mühlen und Bäckereien häufig schädlichen Reismehlkäfer

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Foto: Trichogramma evanescens parasitiert Insektenei

Die biologische Schädlingsbekämpfung im Vorratslager hat eher einen vorbeugenden Charakter. Denn zur biologischen Bekämpfung lassen sich die Antagonisten aber nur einsetzen, wenn bei geringer Wirtsdichte das befallene Vorratslager mit den Gegenspielern regelrecht überschwemmt wird. Die von den Nützlingen abgelegte Anzahl an Eiern muß die der Wirte übertreffen. Nur so kann die Schädlings-Massenentwicklung wirksam unterbunden werden. Bei schwerem Befall oder bei der Entstehung von Befallsnestern ("hot spots") wird die biologische Schädlingsbekämpfung durch die hohe Anzahl an Gegenspieler-Individuen schnell unwirtschaftlich, ja sogar unwirksam. Bei schwerem Befall ist zudem die Zugänglichkeit der Wirtstiere durch Hot-spot-Wärme, Wirtstier-Kot und -Fraßmehl, Mottengespinste und Feuchtigkeit mit einhergehender Schimmelbildung drastisch reduziert.

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Foto: Trichogramma evanescens auf Schädlingsei

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