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Leipziger Mehrschrittverfahren

Eine Kombinationsbehandlung mit Heißluft:

Heizt Taubenzecken, Messingkäfer, Kugelkäfer ein
....und der Hausbock stirbt auch noch ab!

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Sie können zu einer schweren Plage in Häusern werden: Schädlinge, die einen Massenbefall verursachen und dazu noch schwierig und nur mit großem Aufwand zu bekämpfen sind. Eine Methode zur Bekämpfung ist das Leipziger Mehrschrittverfahren, eine Kombination aus Heißluft und z.B. einem Siliciumdioxid-Präparat.
Während Messingkäfer (Niptus hololeucus) oder Kugelkäfer (Gibbium psylloides) bei einem Massenbefall sehr lästig sein können, ist der Befall durch Taubenzecken (Argas reflexus) nicht ganz ungefährlich. Taubenzecken sind potente Allergenproduzenten. Die Stiche der Taubenzecken finden nachts statt. Man merkt sie in der Saugphase nicht.

INFOBOX

Die Taubenzecke (Argas reflexus) gehört zu den Lederzecken. Als Wirt dienen ihr Tauben, eher selten andere Vögel. Ausgehungert saugt sie auch am Menschen, wobei sie dann innerhalb weniger Tage abstirbt. Die ausgewachsenen also adulten Weibchen werden mit Blut vollgesogen bis zu 10 mm lang, die Männchen sind wesentlich kleiner (etwa 4 mm). Taubenzecken ruhen tagsüber in Hohlräumen, Spalten, Löchern oder Ritzen in der Nähe der Taubennester.

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Die Larvenstadien müssen zur weiteren Entwicklung wenigstens einmal für mehrere Tage Taubenblut aufnehmen. Ein langes Hungern ist möglich, man spricht von Monaten bis hin zu einem Jahr. Haben die adulten Weibchen einen Wirt gefunden, saugen sie mehrmals für ca. 20 bis 40 Minuten Blut und legen dann anschließend jeweils ca. 12 bis 70 Eier geschützt ab. Bemerkt wird Taubenzeckenbefall meist im Zeitraum März bis Juli. Die mobilen Stadien sind Nymphen, Larven und Adulte. Bisher sind am Menschen allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nachgewiesen, wobei die Taubenzecke aber auch unter Verdacht steht, den Erreger des Q-Fiebers, Coxiella burnetii, übertragen zu können.

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Allergische Reaktionen und Ulci (Eiterflecken) können die Folge sein. Befallene bzw. Gestochene berichten aber auch über Kreislaufbeschwerden, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Herzrasen, Fieber und selbst ein anaphylaktischer Schock kann auftreten. Bei Befall durch Messingkäfer und Kugelkäfer treten dagegen eher Psychosen bei den Bewohnern befallener Häuser oder Wohnungen auf. Es nervt eben, wenn man morgens aufwacht und die vielen umherkrabbelnden Käfer schon wiedersieht. Eine wirksame Bekämpfung muss her!

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Zur Bekämpfung werden Entkernungen der Befallshäuser (meist die Dachböden, wo die Schädlinge am häufigsten hausen; siehe http://www.binker.eu/bekaempfungsmethoden/begasung/begasungen-gegen-messing-und-kugelkaefer.html), Insektizid- bzw. Akarizidanwendungen, Bestäubungen mit Amorphem Siliciumdioxid (Physikalische Barriere) ausgeführt oder Leimbarrieren angebracht. "Sparsame" und unqualifizierte Routinespritzungen oder Einstäubungen mit Insektiziden/Akariziden oder Einzelraumbehandlungen haben geringe Erfolgsaussichten.

INFOBOX

Amorphes Siliciumdioxid: Diese pulverartigen Substanzen wirken nicht chemisch, sondern physikalisch: Die Lipide der Cuticula binden die Kieselsäurepartikel und können so nicht mehr die Regulierung des Wasserhaushaltes der Taubenzecken oder Messing- und Kugelkäfer aufrechterhalten. Ein rasches Austrocknen der Tiere folgt.

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Immer häufiger werden natürliche Gegenspieler von Messing- und Kugelkäfern zur Befallsbekämpfung eingesetzt.

http://www.binker.eu/schaedlinge/insekten/messingkaefer.html

Es handelt sich um "Wespen", genauer um Lagererzwespen der Art Lariophagus distinguendus sowie Schlupfwespen der Art Anisopteromalus calandrae. Diese führen aber eher nur zu einer Befallsdezimierung und nicht zur Befallstilgung. So ist der Bekämpfungserfolg nach Kundenbeschreibungen aber eher begrenzt und führt oftmals nur zu Zeitverzögerungen, Mietzinsausfällen etc.

Besonders zielführend ist die Zeltbegasung mit Altarion Vikane (Wirkstoff: Sulfuryldifluorid) des gesamten Befallsgebäudes.

http://www.binker.eu/bekaempfungsmethoden/begasung/begasungen-gegen-messing-und-kugelkaefer.html

http://www.binker.eu/die-11-biblische-plage-kugelkäfer-im-haus.html

Dieses sehr wirksame Verfahren lässt sich aber i.d. Regel nur bei freistehenden Gebäuden anwenden. Bei nicht-freistehenden Gebäuden (=Nachbargebäude grenzen baulich an = geschlossene Bauweise) muss dann auf andere Methoden zur Befallsbekämpfung ausgewichen werden.

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Ausgewichen wird nicht selten auf das Bekämpfungsverfahren mit Heißluft in Anlehnung an die DIN 68800, Teil 4. Damit dieses Verfahren ausreichend wirken kann, muss die Kerntemperatur der zu behandelnden Hölzer und im Mauerwerk (die Zielinsekten verstecken sich u.a. in Mauerritzen und -spalten) über eine Zeitspanne von mindestens 1 Stunde 55°C betragen. Für das Mauerwerk ist dies oftmals nicht oder nur mit hohem Energieaufwand zu erreichen. Hinzukommt, dass ein ausreichender Wärmezutritt in den Traufen- und Randzonen des Dachraumes oder des Dachbodens erschwert ist und die Taubenzecken oder Messing- und Kugelkäfer in die unter dem Dachgeschoss liegenden Etagen über Ausbreitungswege abwandern sobald sie höhere unwirtliche Temperaturen registrieren.

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Es wurde deshalb ein Kombinationsverfahren entwickelt:

"Leipziger Mehrschrittverfahren" (benannt nach Dr. Günther Vater aus Leipzig)

siehe: "Bestandsverminderung bei verwilderten Haustauben, Teil 1 und Teil 2", "Bilanz mitteleuropäischer Stadtverwaltungen."
Dr. Günther Vater, Leipzig, Bundesgesundheitsblatt 1999, 2000, Springer-Verlag
siehe: A. Vater u. G. Vater, Zecken kontra Wohnbedarf- Sanierung kontra Zecken, Stadtlandschaften und gesundes Wohnen, Leipziger Bauführer, S. 72 ff. , 1995

  • Schritt 1: Anbringen oder Aufbau von Fluchtbarrieren oder Abwanderungssperren zu den Stockwerken unter dem Dachgeschoss mit einem Siliciumdioxid-Präparat oder Insektizid/Akarizid mit Langzeitwirkung und Einbeziehung äußerer Fassadenflächen- und teile sowie Durchführen flankierender Maßnahmen.
  • Schritt 2: Behandlung schlecht oder ungenügend hitzezugänglicher Dachbereiche mit einem Siliciumdioxid-Präparat oder insektiziden/akariziden Langzeitmittel.
  • Schritt 3: Heißluftverfahren mit sorgfältigen Temperaturkontrollen
  • Schritt 4: Nachbehandlung zusätzlich festgestellter schlecht oder ungenügend hitzezugänglicher Dachbereiche mit einem Siliciumdioxid-Präparat oder insektiziden/akariziden Langzeitmittel.

Nebeneffekt: Hausbockbefall im Dachgebälk stirbt ebenfalls mit ab!

http://www.binker.eu/bekaempfungsmethoden/physikalische-verfahren/akuter-hausbockbefall-im-wohnhaus.html

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INFOBOX

Vorbereitungsarbeiten zur Taubenzeckenbekämpfung:
Vor Durchführung einer Taubenzecken-Bekämpfung muss eine erfolgreiche Taubenvergrämung stattgefunden haben. Im Dachbodenraum dürfen sich keine Tauben mehr befinden und alle Eintritts- oder Zuflugsöffnungen müssen geschlossen oder vernetzt sein:

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Großflächige Desinfektion des Dachgeschoßes als Präventivmaßnahme bevor die Beräumung, Entrümpelung, Entschuttung und Reinigung des Dachbodens begonnen wird, da im Taubenkot und aufgewirbeltem Staub Krankheitserreger häufig vorkommen (z.B. Chlamydophila psittaci -der Erreger der Papageienkrankheit-, Erreger der Kryptokokkose, wie Cryptococcus neoformans und Cryptococcus gattii, u.U. der Pilz Histoplasma capsulatum).

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Taubenkotentfernung/Entschuttung/Beräumung/Entrümpelungs- und Reinigungsarbeiten:

http://www.binker.eu/schadstoffe/taubenkotentfernung.html

  • Staubentwicklung minimieren
  • Einsatz von Raumluftfiltern
  • Geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Atemschutzmasken tragen (Taubenkot ist infektiös und ätzend!)
  • Vorschriftsmäßiges Verpacken des Taubenkotes mit ausreichender Kennzeichnung
  • Umgehender Abtransport ohne Zwischenlagerung des ausgebauten Taubenkotes

Noch Fragen? Interesse an einer Behandlung im Leipziger Mehrschrittverfahren?

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Dr. Gerhard Binker
Staatl. Geprüfter Desinfektor

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