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Mehlkäfer

Der Mehlkäfer (Tenebrio molitor) ist ein Käfer aus der Familie der Schwarzkäfer (Tenebrionidae).

Mehlkaefer-Imago
Foto: Mehlkäfer-Imago

Die Käfer sind flugfähig, nachtaktiv und verbergen sich tagsüber in warmen, dunklen Löchern, Spalten und Ritzen. Man findet sie häufig in Bäckereien, Keksfabriken und Getreidemühlen. Denn sie und ihre Larven ernähren sich von Getreide, Mehl, Backwaren und anderen Stärke-haltigen Substanzen. Sie fressen aber auch andere Insekten und sie sind damit Recycling-Insekten. Auf ihrem mitunter kannibalischen Speiseplan stehen ihre eigenen Larven und Artgenossen. Oftmals findet man sie in Gebäuden und hier oft in den warmen Dachstühlen in Mulm, verrottendem Holz, in alten Hausbock-Fraßgängen und in Vogelnestern. Manchmal werden sie in Museen, hier in Insektensammlungen schädlich. Die Larven werden Mehlwürmer genannt und können den Zwergbandwurm (Hymenolepis nana) auf den Menschen übertragen.
Die flachköpfigen Käfer werden 3 bis 4 Monate alt, 12 bis 18 Millimeter lang und haben einen langgestreckten Körper. Auf den gewölbten Deckflügeln verlaufen Längsrillen. Sie sind kurz nach dem Schlüpfen fast albinoartig weiß gefärbt. Dann dunkeln sie nach: sie sind dann rotbraun gefärbt und schließlich schwarz.

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Foto: Noch nicht nachgedunkelter Mehlkäfer neben der Puppe

Die Weibchen bringen eine Generation pro Jahr hervor. Dabei legt das Weibchen 100 bis 150 Eier, ja bis zu 500, kleine, nur 1,5 Millimeter lange, ovale, weißliche, klebrige Eier einzeln oder in kleinen Gruppen ab: Vor allem ins Mehl und an geschützten Stellen. An ihnen haften zur Tarnung Mehl, Staub und Schmutz. Die daraus schlüpfenden, weißlich gefärbten Larven sind anfangs etwa zwei Millimeter lang und wachsen dann bis zu einer Länge von 40 mm heran und sind dann gelblich-braun glänzend. Sie bewegen sich nicht wurmartig, sondern auf sechs Beinen fort. Nach jeder Häutung sind sie wieder hell weißlich und dunkeln erneut goldbraun nach. Nach etwa zwei bis drei Wochen sind sie reif für die Verpuppung. Dieses Ruhestadium liegt meist in ihrer Nahrung.

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Foto: Mehlkäfer tummeln sich an ihrer Nahrung

Die Mehlkäfer-Larven können bei Nahrungsmangel bis zu 9 Monate hungern. Sie sind sehr kälteempfindlich und sterben schon bei einer Temperatur von ca. 5°C nach kurzer Zeit ab. Die Käfer und die ruhenden Puppen können dagegen selbst kurze Frostperioden überstehen. Hohe Temperaturen werden dagegen sehr gut vertragen. Ältere Larven, Puppen und Käfer zeigen darüber hinaus eine extreme Toleranz gegenüber Trockenheit.

Schluepfender-Mehlkaefer
Foto: Schlüpfender Mehlkäfer: Er ist anfangs hell und kaum gefärbt

Die Mehlkäfer werden in Dachstühlen häufig mit dem Hausbock verwechselt. Letzterer ist jedoch weißlich behaart und hat längere Fühler.
Mehlkäfer lassen sich in Bäckereien, Keksfabriken, Mühlen etc. mit Profume begasen.

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