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Lagerei und Umschlag

Integrierte Schädlingsbekämpfung im Vorratslager, Sackstapellager, Palettenlager und in Vorratsdepots

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Schädlinge im Lagerhaus, Getreidelager, Silo etc.:

Schädliche Insekten, wie Motten und Käfer, Vögel und Schimmelpilze sowie Milben, Ratten und Mäuse, bedrohen die Lebensmittelläger für Gewürze, Trockenfrüchte, Nüsse, Kaffee und Kakao sowie Getreide, Reis und Tabak. Weltweit werden jährlich 20% der Getreideernte durch Schädlinge vernichtet. Regelmäßiger Warenverkehr und Warenaustausch, der Zustand, die Lage und Nachbarschaft des Lagers provozieren die Gefahr der Einschleppung oder des Zulaufs von Schädlingen und damit großen wirtschaftlichen Schaden am Lagergut.

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Schädlinge können aber auch Krankheitserregern, wie Bakterien und Viren, übertragen und es droht die Vernichtung der teuren Vorräte und Nahrungsmittel, aber auch die Infektion der Lagermitarbeiter. Besonders Staublunge, (Pneumokoniose), Vogelhalterlunge und Farmerlunge (Exogen-allergische Alveolitis) können vor allem durch Schimmelpilze verursacht werden. Ursächlich wirken sensibilisierend wirkende organische Materialien besonders aus Sporen von thermophilen Actinomyceten, Aspergillen und anderen Schimmelpilzen, sowie Bestandteile von Vogelfedern und Proteine von Insekten.

Vorratsschutzbegasung und Einsatz von Kieselgur / Silicagel / Diatomeenerde / Amorphes Kieselgel / SilicoSec:

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Die vorgenannten Ausführungen verdeutlichen die Unverzichtbarkeit auf die Schädlingsbekämpfung und Schimmelpilzbekämpfung im Bereich des Vorratsschutzes ist. Für direkte Bekämpfungsmaßnahmen in Vorratslagern gegen Schadinsekten sind nur noch wenige insektizide Wirkstoffe behördlich zugelassen. Ein kostengünstiges und giftfreies Bekämpfungsverfahren ist der Einsatz von Diatomeenerde bzw. Kieselgur (z.B. SilicoSec) gegen vorratsschädliche Insekten- und Milbenarten. Kieselgur (überwiegend amorphes Siliziumdioxid) zerstört die schützende Wachsschicht auf der Körperoberfläche der Vorratsschädlinge (Kutikula) und trocknet die Schädlinge aus. Zur vollständigen und umfassenden Bekämpfung von Vorratslagern gibt es nur Eins: Die Begasung. Hier stehen Phosphorwasserstoff (Phosphin), Sufuryldifluorid (Profume), Kohlendioxid sowie Stickstoff zur Verfügung.

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Sufuryldifluorid (Profume) dringt sehr gut in Materialien ein, benötigt aber höhere Dosierungen gegen die Insekteneier. Phosphorwasserstoff weist eine sehr hohe Toxizität gegenüber allen Insektenstadien (Eier, Larven, Puppen, Adulte) auf, auch gegen solche, die innerhalb der befallenen Ware bzw. in den Körnern leben, wie Kornkäfer. Kohlendioxid tötet vorratsschädliche Insekten durch Zellübersäuerung und Erstickung durch die Verdrängung von Sauerstoff der Luft ab. Der Nachteil beim Einsatz von Begasungsmitteln ist, dass Vorräte nicht vor einem Neubefall mit Schadinsekten geschützt werden, also kein vorbeugender Effekt resultiert. Dafür bleiben aber kaum Rückstände in der begasten Ware zurück.

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Deshalb werden oftmals auch Kontaktinsektizide zur Schädlingsbekämpfung in Vorratslagern eingesetzt. Manchmal auch in Kombination mit einer Begasung. Wirkstoffe sind: Pirimiphos-methyl und Pyrethrine. Pirimiphos-methyl wirkt durch Hemmung der Acetylcholinesterase. Pyrethrine zerstören das Nervensystem der Insekten. Sie werden durch Sprühen, Spritzen und Vernebeln ausgebracht. Pirimiphos-methyl ist der zurzeit einzige insektizide Wirkstoff, der direkt auf Getreide ausgebracht werden kann. Es tötet zuverlässig alle Stadien der Schadinsekten ab, wenngleich Schädlinge innerhalb des Getreidekorns nur bedingt erreicht werden. Während Pyrethrine rasch abgebaut werden und Begasungsmittel sich rückstandsfrei verflüchtigen, geht vorteilhafterweise von Pirimiphos-methyl ein vorbeugender Schutz vor Neubefall der Ware aus.

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Biologische Schädlingsbekämpfung mit Raubmilben:

Ein Befall des Lagergutes durch Milben (meist Mehlmilben = Acarus siro) kann verhindert werden, wenn die Ware trocken gelagert wird. Denn Mehlmilben tolerieren trockene Umgebungsbedingungen nicht. In Silos kann Acarus siro mit den gasförmigen Begasungsmitteln mit akarizider Wirkung nämlich Stickstoff, Kohlendioxid und Phosphorwasserstoff (Phosphin) bekämpft werden. Zur vollständigen Vernichtung der besonders unempfindlichen Dauernymphen von Acarus siro muss die Begasung im Abstand von zwei Wochen wiederholt werden.

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Für eine erfolgreiche biologische Bekämpfung der Mehlmilbe kann aber auch die Getreideraubmilbe (Cheyletus eruditus) eingesetzt werden. Die Getreideraubmilben kommen auf Getreidearten, Mehl aber auch auf Saatgut und pflanzlichen Drogen vor. Die Raubmilben sind rhombisch geformt und sie zeichnen sich durch besonders dicke und lange Kiefertaster (Chelyceren, Name!) aus. Diese dienen den Raubmilben zum Angriff auf andere, vorratsschädliche Milben, besonders der Gattungen Acarus und Glycyphagus. Geeignet sind sie auch zur Leerraumbehandlung und bei höheren Temperaturen. Auch Staubläuse sowie Eier und junge Larven vorratsschädlicher Motten, wie der Samenmotte, und auch von Rüsselkäfern und Türkischer Leistenkopfplattkäfer (Cryptolestes turcicus) werden attackiert. Selbst der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) gehört zu den Opfern. Die weiblichen Milben können beinahe einen Millimeter groß werden, während die Männchen mit nur 0,4 Millimeter wesentlich kleiner sind und seltener auftreten. Die Milbeneier werden bis zu 0,2 Millimeter groß. Bei Temperaturen um 27 bis 29 Grad benötigt die Milben-Entwicklung etwa 3-4 Wochen, wobei bis zu 30 Nachkommen überwiegend durch Jungfernzeugung (parthenogenetisch) erzeugt werden. Bereits die Milben-Larven leben räuberisch von anderen Vorratsmilben. Die Raubmilben erzeugen keine geruchliche Belastung der Ware. Die Weibchen heften sich an die Flügel von Motten an und werden so verbreitet.

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Die von den Raubmilben erbeuteten Milben werden mit einem giftigen Stich über einen Exkretionsschlauch gelähmt und anschließend extraoral verdaut. Das verdaute Gewebe des Wirtstieres wird extrakorporal außerhalb des Körpers in zwei Stunden aufgenommen. Pro Tag kann eine Raubmilbe bis zu vier vorratsschädliche Milben vernichten. Bei geringerem Milbenbefall werden Getreideraubmilben in die Oberflächenschicht des Befallsgetreides ausgesetzt, wobei eine Raubmilbe auf etwa 100 kg Getreide dosiert wird. Zur Milbenbekämpfung von Acarus siro kann aber auch wieder Kieselgel bzw. Diatomeenerde eingesetzt werden. Meist sterben die Mehlmilben sogar innerhalb von 24 Stunden ab.

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Zur Bekämpfung von Schadnagern (Ratten und Mäusen) werden im Vorratsschutz rodentizid-dotierte Fraßköder mit den Wirkstoffen Brodifacoum, Bromadiolon und Difenacoum auf Cumarinbasis eingesetzt. Sie hemmen die Blutgerinnung, so dass einige Tage nach Aufnahme des Wirkstoffs durch die Nager kommt es zu tödlichen inneren Blutungen. Durch diese vorteilhafte Wirkungsverzögerung werden andere Gruppenmitglieder der Schadnager durch die vergiftete Nahrung nicht abgeschreckt und sie meiden diese nachfolgend auch nicht. Wird der alternative Wirkstoff Zinkphosphid in den Fraßködern eingesetzt, bildet dieser nach der Aufnahme durch die Nager mit ihrer salzsauren Magensäure sehr giftiges Phosphorwasserstoff-Gas, an dem die Nager rasch absterben.

Wir führen für Sie durch:

  • Begasungen mit Phosphorwasserstoff (Phosphin), Sufuryldifluorid (Profume), Kohlendioxid sowie Stickstoff
  • Einsatz von Diatomeenerde bzw. Kieselgur (z.B. SilicoSec) gegen vorratsschädliche Insekten und Milben
  • Bekämpfung von Schadnagern, Milbenbekämpfung
  • Biologische Schädlingsbekämpfung mit Raubmilben
  • Silobegasungen, Sackstapelbegasungen, Lagerhausbegasungen, Getreidelager-Begasung
  • Begasungen von Getreide, Gewürzen, Rohkakao, Rohkaffee, Tabak, Vorratsgütern
  • Biobegasungen mit Stickstoff durch Sauerstoffentzug oder mittels Naturgasen
  • Schimmelpilzbekämpfung
  • Containerbegasungen
  • Container freimessen
  • Vorhalten schneller Einsatzteams

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