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Auf der Mauer, auf der Lauer: Wanzen in Kirchen

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Der älteste bekannte Druck des Liedes steht bei Georg Lehmann: Nürnberger Kinderlieder in der Zeitschrift Das Bayerland (Jahrgang I, 1890). Ab Beginn des 20. Jahrhunderts ist es auch in Schlesien, Sachsen, Württemberg, Baden und Niederösterreich nachweisbar.

Aber was hat das Lied mit Kirchen zu tun?

Im Frühjahr und Herbst tauchen oftmals sehr viele „Stinkwanzen“ in Kirchen auf. An Fenstern, auf den Decken, Gewölben und Altartüchern etc. sind sie sehr lästig und verschmutzen die Oberflächen durch Kot. Die Wanzen sammeln sich durch Abgabe eines Aggregationspheromons und bei Gefahr geben sie ein Alarmpheromon ab. Sie erzeugen bei Beunruhigung einen süßen Geruch (eben dieses Alarm-Pheromon), der ein fluchtartiges Zerstreuen der Wanzenansammlungen bewirkt.

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Die Wanzen kommen im Herbst zur Überwinterung in die Kirchen und verlassen sie im Frühjahr. Dabei werden sie sehr lästig, da sie bei Gottesdiensten umherschwirren und bei Berührung einen ekelhaften „Koriandergeruch“ abgeben, der auf der menschlichen Haut sehr persistent ist (lange anhält).

BEKÄMPFUNGSMÖGLICHKEITEN VON WANZEN IN KIRCHEN:

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Die in Kirchen auftretenden Wanzen sind oft Beerenwanzen. Die Beerenwanze (Dolycoris baccarum) gehört zu der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae). Sie wird zwischen 1 und 1,2 cm lang und ihre Färbung ist auffällig: Zwar ist das Insekt selber graubraun bis schwarz, die Deckflügel sind aber meist rötlich violett mit einem hellen Schildchen hinten. Die schwarzen Fühler sind weiß geringelt und die Seitenränder des Hinterleibs sind abwechselnd hell und dunkel gefleckt.

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Das Vorkommen erstreckt sich von Europa bis Asien. Die Beerenwanze kommt auf Wiesen, in Laubmischwäldern, an Waldrändern und auf Lichtungen, sowie häufig auch in Gärten an Kräutern, Bäumen und Beerensträuchern vor. Die Gärten sind deshalb so beliebt, weil die Beerenwanze dort häufig ihre Hauptnahrung, Beeren, die sie aussaugt, findet. Das Aussaugen der Beeren macht diese für Menschen ungenießbar aufgrund des eingespritzten Speichels. Diese Art der Nahrung ist bei Wanzen nicht selten, viele Wanzen sind Pflanzensauger. Die Beerenwanze überwintert auch versteckt am Boden. Im Frühjahr fliegt sie lebhaft. Im Übrigen kann sie vor allem im Zeitraum April bis Oktober angetroffen werden. Das Gesamtvorkommen der Beerenwanze in Deutschland wird als „sehr häufig“ bezeichnet.

WEITERE INFORMATIONEN ZU WANZEN:

BAUMWANZEN:

Baumwanzen (Pentatomidae) sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera). Sie kommen weltweit mit etwa 6.000 Arten vor und zählen damit zu den artenreichsten Familien dieser Insektengruppe. In Europa sind 187 Arten vertreten, von denen etwa 70 in Mitteleuropa vorkommen.

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Die Baumwanzen haben einen etwas plumpen Körperbau. Von oben gesehen ist der Körper meist schildförmig. Das auffälligste Merkmal ist das vergrößerte Schildchen (Scutellum), das den ganzen Hinterleib bedecken kann. Einige Arten sind lebhaft bunt, beispielsweise sind die Vertreter der Gattung Graphosoma auffällig schwarz-rot längs gestreift. Viele Arten sind je nach Jahreszeit verschieden gefärbt. Die Fühler haben fünf, die Tarsen drei Glieder. Baumwanzen haben gut entwickelte Flügel und können gut fliegen. Ferner haben etliche Arten Stinkdrüsen, mit denen sie übel riechende und zum Teil toxisch wirkende Substanzen absondern können, womit Angreifer oder Beutetiere betäubt werden.

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Die meisten Arten ernähren sich von Pflanzensäften, die sie aufsaugen. Unter ihnen gibt es einige Arten, die bei großem Auftreten in der Landwirtschaft Schäden anrichten können, wie z. B. die Getreidewanze (Aelia acuminata) und die Kohlwanze (Eurydema oleracea). Sie sind auch sehr widerstandsfähig gegenüber manchen Pestiziden. Es gibt aber auch räuberisch lebende Arten, wie zum Beispiel Stiretrus anchorago, die als Nützlinge gelten, da sie sich von zahlreichen Schädlingen ernähren.

Die Weibchen legen ihre Eier meist in kleinen Gruppen auf den Futterpflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Larven leben meist gesellig, wobei sie durch Aggregationspheromone beieinander bleiben. Wenn die Tiere Gefahr wittern, sondern sie Alarmpheromone aus, durch die sich die Gruppe zerstreut. Sie durchlaufen fünf Larvenstadien. In Europa überwintern sie überwiegend im Erwachsenenstadium.

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FEUERWANZEN:

Die Feuerwanzen (Pyrrhocoridae) sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera) innerhalb der Teilordnung Pentatomomorpha. Von ihnen sind ungefähr 340 Arten in etwa 33 Gattungen bekannt. In Europa sind nur fünf Arten vertreten, von denen in Mitteleuropa zwei vorkommen. Der deutsche Name „Feuerwanzen“ resultiert aus der rot-schwarzen Warntracht der häufigsten mitteleuropäischen Art der Familie, der Gemeinen Feuerwanze (Pyrrhocoris apterus).

Die meisten Arten, deren Lebensweise bekannt ist, ernähren sich von den Samen und Früchten von Malvengewächsen (Malvaceae). Die Dysdercus-Arten der Neotropis saugen an den Samen und Früchten von Wollbaumgewächsen (Bombacaceae). Bei den Feuerwanzen wurde auch räuberische Nahrungsaufnahme dokumentiert. Vermutlich entwickelte sich außerdem Kannibalismus sekundär aus der ursprünglich phytophagen Lebensweise. Dindymus sanguineus gehört zu jenen Arten, von denen bekannt ist, dass sie sich auch räuberisch von anderen Insekten ernähren. Gelegentliches räuberisches Saugen ist aber zumindest von mehreren anderen Dindymus-Arten, sowie den Gattungen Raxa und Antilochus bekannt.

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Weibchen leben deutlich kürzer als Männchen, was vermutlich mit der starken Überanstrengung bei der großen Eiproduktion zusammenhängt. Dies resultiert wohl auch in der großen sexuellen Aktivität, bei der man die Feuerwanzen beobachten kann. Dysdercus-Arten gelten in der Landwirtschaft als bedeutende Schädlinge, insbesondere bei Baumwolle. Die Schäden entstehen nicht nur direkt durch das Saugen an den Samenkapseln, sondern auch indirekt durch die Übertragung von Pilzen und Bakterien beim Saugen, die die Kapseln zum Absterben bringen. Darüber hinaus gilt Dindymus versicolor als Schädling mit geringer Bedeutung in Obstplantagen.

AMERIKANISCHE KIEFERNWANZE:

Die Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis) ist eine Wanze aus der Familie der Randwanzen (Coreidae). Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Art umfasst den Westen Nordamerikas westlich der Rocky Mountains. Durch Verschleppung und eigene Ausbreitung hat die Art ihr Areal in Nordamerika seit Mitte der 1950er Jahre bis an die Ostküste der USA ausgedehnt, wiederum durch Einschleppung wurde die Art 1999 erstmals in Europa nachgewiesen und hat sich seitdem als Neozoon über weite Teile Europas ausgebreitet.

Siehe auch:

http://www.binker.eu/bekaempfungsmethoden/begasung/quarantaenebegasungen.html

http://www.binker.eu/schadstoffe/freimessungen-von-containern.html

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Die Art verursacht in Baumschulen zur Gewinnung von Saatgut durch das Saugen an Samen Ertragsminderungen und wird in den USA daher als Schädling eingestuft. Sonstige wirtschaftlich relevante Schadwirkungen sind bisher weder aus Nordamerika noch aus Europa bekannt.
Die Eiablage erfolgt überwiegend nach der Überwinterung ab Ende Mai oder Anfang Juni, die Weibchen legen bis zu 80 zylindrische, etwa 2 mm lange Eier in Reihen an die Nadeln der Wirtspflanzen. Die Nymphen schlüpfen nach 10 bis 14 Tagen.

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Das erste Nymphenstadium saugt an Nadeln und wasserspeicherndem Gewebe der Zapfen, die weiteren Nymphenstadien saugen an den Samen. Die Tiere durchlaufen fünf Nymphenstadien und häuten sich etwa im August zur Imago, die überwintert. Zur Überwinterung werden geschützte Bereiche wie Greifvogelnester, Nester von Nagetieren, Hohlstellen unter Baumrinde oder Gebäude aufgesucht. Männchen geben dabei ein Aggregationspheromon ab, wodurch es in Winterquartieren zu großen Ansammlungen mit bis zu 2000 Tieren kommen kann. Die Art gilt außerdem durch den gelegentlich massenhaften herbstlichen Einflug in Wohnungen und Häuser als „Lästling“, die Tiere sind jedoch völlig harmlos.
Quelle: siehe auch: wikipedia

AGGREGATIONSPHEROMONE:

Aggregationspheromone von Insekten gehören zu den Insektenpheromonen:
Insektenpheromone sind Botenstoffe, die der chemischen Kommunikation zwischen Individuen einer Insekten-Spezies dienen. Insekten produzieren sie in speziellen Pheromondrüsen und geben sie an die Umgebung ab. In den Pheromonrezeptoren der Sinneszellen des Empfängers erzeugen sie bereits in sehr geringer Konzentration einen Nervenreiz, der schließlich zu einer Verhaltensantwort führt.

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Die intraspezifische Kommunikation der Insekten über diese Stoffe erfolgt in vielfältiger Weise und dient unter anderem zum Finden von Geschlechtspartnern, der Aufrechterhaltung der Harmonie in einer Kolonie sozial lebender Insekten, der Markierung von Territorien oder dem Auffinden von Nestplätzen und Nahrungsquellen. Bei den Sexualpheromonen weiblicher Schmetterlinge handelt es sich meist um mono- oder bis-olefinische Fettsäuren beziehungsweise deren Ester, Fettalkohole, deren Ester oder die entsprechenden Aldehyde. Männliche Falter verwenden ein breites Spektrum von Chemikalien als Sexualpheromone, zum Beispiel Pyrrolizidinalkaloide, Terpene und aromatische Verbindungen wie Benzaldehyd.

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Bei uns können Sie verschiedene Pheromonfallen kaufen. Sie sind geeignet für die Anwendung in Kirchen, Wohnungen und Museen.

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Beispielsweise sind Fallen gegen folgende Schädlinge vorrätig:

  • Hausbock (Hylotrupes bajulus)
  • Gewöhnlicher Nagekäfer „Holzwurm“ (Anobium punctatum)
  • Tabakkäfer (Lasioderma serricorne)
  • Teppichkäfer (Anthrenus verbasci)
  • Brotkäfer (Stegobium paniceum)
  • Silberfischchen (Lepisma saccharina)
  • Kleidermotte (Tineola biselliella)

 

Aggregationspheromone werden von beiden Geschlechtern produziert und dienen der geschlechtsunspezifischen Anziehung von Individuen derselben Art. Diese sind zum Beispiel beim Borkenkäfer und anderen Käferarten, Zweiflüglern, Schnabelkerfen und Heuschrecken bekannt. Insekten nutzen Aggregationspheromone zur Verteidigung gegen Fressfeinde, bei der Partnerwahl und zur Überwindung der Resistenz von Wirtspflanzen bei einem Massenangriff.

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Eine Gruppe von Individuen an einem Standort wird unabhängig vom Geschlecht als Aggregation bezeichnet. Die Aggregationspheromone spielen neben den Sexuallockstoffen eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung von Pheromonfallen zur selektiven Schädlingsbekämpfung.

lauer 40Neuartiger Monitor für Dermestiden!

lauer 41Pheromonfallen für Kirchen und Museen

Untersuchungen mittels Elektroantennogrammtechnik zeigten, dass Aggregationspheromone relativ hohe Rezeptorpotentiale geschlechterunspezifisch auslösten, wogegen die Sexualpheromone hohe Rezeptorpotentiale nur bei einem Geschlecht bewirken. Bei den Aggregationspheromonen handelt es sich daher möglicherweise um evolutionäre Vorläufer der Sexualpheromone.

Tierische New Yorker – Wanzen

02. Oktober 2010 Wanzenplage in New York

http://www.metropole-new-york.de/tierische-new-yorker-wanzen-417/

In einem Kino am Times Square von New York, haben Inspekteure einen ekelhaften Fund machen müssen, denn in den Sitzen des Kinos hatten sich Wanzen eingenistet. Umgehend wurden Insektenvernichtungsmittel eingesetzt, und auch die komplette Bestuhlung des AMC Empire 25 ausgetauscht. Im Juli hatte ein Gast des Kinos über einen Insektenbiss berichtet, so dass man mit Kammerjägern anschließend auf Suche ging. Nun werden auch die anderen Filialen des Kinos überprüft, doch das Kino ist längst nicht die einzige betroffene Einrichtung in New York.

Momentan hat man es mit einer regelrechten Wanzenplage zu tun, denn die kleinen Parasiten wurden auch in den Geschäften von Victoria’s Secret, Hollister sowie Abercrombie & Fitch aufgespürt. Wegen dieses Wanzenbefalls mussten die Filialen teilweise mehrere Tage schließen, es wurden sogar Spürhunde eingesetzt, um die Tierchen ausfindig zu machen. Die Stadt New York hat nun einen Etat von 500.000 Dollar zur Verfügung gestellt, um dieser Wanzenplage Herr zu werden. Das Geld ist notwendig, um zusätzliche Einsatzkräfte zu bezahlen, außerdem sollen die Bürger auf einem Internetportal über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden gehalten werden.

Viele Jahrzehnte waren Wanzen eher eine Seltenheit, erst seit ein paar Jahren tauchen sie wieder vermehrt auf. Im Jahr 2009 hatten rund sieben Prozent der New Yorker Bevölkerung über Wanzenbisse zu klagen. Im vergangenen Jahr gab es auch im Bundesstaat Virginia eine ähnliche Plage.

Die Parasiten sind nicht leicht auszurotten, da sie eine Größe von gerade einmal fünf Millimetern haben. Sie leben von Blut, lediglich ihre juckenden Bisse verraten sie, denn sie leben in Betten oder unter Möbelstücken. Obwohl sie für den Menschen ansonsten ungefährlich sind, will man in New York alles daran setzen, die Wanzenplage so schnell wie möglich zu beenden.

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© Binker Materialschutz GmbH

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